Viernheimer Erklärung gegen Rechtsextremismus und Intoleranz

Beschluss:
Vorspann:
Die Stadtverordneten-Versammlung der Stadt Viernheim hat dieser in Bensheim und Zwingenberg entwickelten und vom dortigen Magistrat und der Stadtverordneten-Versammlung einstimmig begrüßten Erklärung zugestimmt.
Sie lädt alle Bürgerinnen und Bürger, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften sowie alle demokratischen Idealen verpflichteten Verbände und Vereine dazu ein, dieser Resolution zuzustimmen.



Viernheimer Erklärung gegen Rechtsextremismus und Intoleranz

Rechtsextreme Gruppierungen wollen unter dem Deckmantel sozialer Positionen ihre extremistischen, fremdenfeindlichen und rassistischen Parolen auch in der Metropolregion Rhein-Neckar verbreiten. Bei uns in Viernheim sind sie schon aktiv geworden.

Wir Viernheimer Bürgerinnen und Bürger akzeptieren ihr Auftreten in unserer Heimatstadt und anderswo nicht. Die Abwehr von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus geht jeden in unserer Stadt an. Wir Viernheimer -ob mit deutschem oder anderem Pass- treten entschieden für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde für alle ein. Die Erinnerung an die furchtbaren Verbrechen des Nationalsozialismus, insbesondere an den Holocaust, dem auch Viernheimer Bürgerinnen und Bürger zum Opfer fielen, fordert uns dazu auf.

Rassismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind heute eine besonders ausgeprägte Gefahr für unsere demokratische Gesellschaft. Sie sind keine Randprobleme, sondern zielen auf die Abschaffung unserer Demokratie und verneinen die Gleichwertigkeit aller Menschen.

Wir wehren uns deshalb entschieden und mit friedlichen Mitteln gegen alle Auftritte von rechtsextremen Gruppen, weil
Schweigen und "Wegsehen" kann leicht als Akzeptanz missverstanden werden. Wir erklären deshalb, dass wir entschieden gegen ein Auftreten der Rechtsextremisten in Viernheim sind. Diese Gruppen (wie etwa die NPD und ihre Gesinnungsfreunde in den sog. "Kameradschaften", "Aktionsbüros" und "Freien/Autonomen Nationalisten") sind in unserer Heimatstadt unerwünscht.

Abstimmung: einstimmig, 0 Enthaltungen

Viernheim, 7. September 2007