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Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Kreis Bergstraße

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Statistisch gesehen, wird an jedem Tag irgendwo in Deutschland ein Mensch aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen und kommt dabei zu Schaden.

Diesen Tatsachen müssen wir alle gemeinsam entgegenwirken!

Die „Initiative gegen Rechts­extremismus und Fremdenfeindlichkeit im Kreis Berg­straße“ stellt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 dieser Herausforderung und bekämpft Antisemitismus, Fremdenhass, Rassismus,  menschenverachtende Vorurteile und Gewalt gegen Andersdenkende.

Menschen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen (Schulen, Kirchen, Gewerkschaften, Politik, sozialen und kulturellen Einrichtungen) treffen sich regelmäßig und für alle ist es ein Selbstverständnis, auf Menschen frei und offen zuzugehen und den respektvollen Umgang miteinander im Alltag zu praktizieren.

Ein wichtiges Ziel ist, Informationen und Erfahrungen auszutauschen, sich mit anderen Menschen und Gruppen zu vernetzen und gemeinsam auf ein besseres Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen hinzuwirken.

Besonders markante Ergebnisse unserer Arbeit sind die Verabschiedung eines von breiten gesellschaftlichen Kräften getragenen Manifestes, eine kreisweite Pla­kat- und Postkartenaktion und nicht zuletzt die aktive Auseinandersetzung mit neonazistischen Erscheinungsformen in der Region.

Leider gibt es immer wieder Anlässe (Aufmärsche, Mahnwachen, Kundgebungen, etc.) von Rechtsextremen, bei denen die „Initiative“ aktiv werden muss.

Gemeinsam mit unseren Partnern und Unterstützern aus vielfältigen Bereichen suchen wir nach geeigneten Gegenmaßnahmen und treten den Neonazis entschieden, friedlich und gewaltlos entgegen. 

Auf dieser gefestigten Basis wurden in den Jahren 2005 und 2006 in Heppenheim und Lampertheim - zeitweise parallel zu Nazi-Aufmärschen - Internationale Feste mit Musik- und Redebeiträgen unter großer Beteiligung der Bevölkerung veranstaltet.

Seit August 2007 ist die "Initiative" Mitglied im Beratungsnetzwerk Hessen und stellt ein mobiles Interventionsteam (MIT).

Das Netzwerk besteht aus verschiedenen staatlichen Organisationen, sowie den Gewerkschaften, der hessischen Sportjugend, dem hessischen Städte- und Gemeindebund, den Kirchen, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer- beiräte in Hessen und weiteren Gruppen und Initiativen, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus intensiv auseinandersetzen.

Mit der mobilen Intervention wird bei akuten Krisensituationen schnelle und fundierte Beratungshilfe angeboten. Um rechtsextremistischen Entwicklungen vorbeugen zu können, wird die Beratung mit den Menschen vor Ort entwickelt. Sie soll sich an den lokalen Möglichkeiten orientieren und richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen.

Zielgruppen für die Arbeit des Interventionsteams sind Personen, die unmittelbar von rechtsextremistischen Aktivitäten betroffen sind. Betroffene können Bürgerinnen und Bürger sein, die durch rechtsextremistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Ereignisse belästigt werden. Auch Versuche rechtsextremer Einflussnahme auf dem Schulgelände und gezielte Unterwanderung von Vereinen sind Aufgaben mit denen sich das MIT auseinandersetzt.

 In unserem  Flyer  finden Sie weitere Informationen.